Pilzbestimmung II : Der Standort

Pilzewanderer 15. Januar 2008 - 17:49

Die Pilzbestimmung hat wie im vorherigen Artikel (Pilzbestimmung Teil 1: Allgemeine Informationen) bereits erwähnt, eine Anzahl von Merkmalen, die zur Bestimmung notwenig sind. Hierzu gehört beispielsweise der Standort des gefundenen Pilzes. Hier können zwischen den Waldtypen oder auch den Holztypen unterschieden werden. Die letztendliche Frage lautet doch eigentlich.

 
 

Wo wächst welcher Pilz?

 

Jeder Pilz hat seine eigene Pilzflora. Im Laubwald wachsen andere Arten als auf einer Wiesenfläche oder an einem bestimmten Baum. Ebenso ist der geografische Standort nicht zu vernachlässigen. So wachsen in Norddeutschland andere Pilzarten als in Süddeutschland. Andere Pilze wachsen fast überall, beispielsweise Pilzarten, die nur eine feuchte Umgebung bevorzugen. Beispiel sind z.B. der Kahle Krempling oder der Rotfußröhrling.

Der Boden stellt einen weiteren Standortfaktor dar. Ist dieser übersäuert oder besonders kalkhaltig. Zu Vorstellung werde ich nachfolgend unterschiedliche Standorte vorstellen mit kurzen Beschreibungen und Pilzen die hier vorkommen.

 

 

Standort: Kiefernwald
Kiefernwälder sind meist von Moos und Flechten überzogen. Blaubeeren, Glockenheide und Preiselbeeren sind hier zu finden. Bei günstiger Witterung ist dieses der ideale Standort für Röhrlinge, Täublinge und Ritterlinge. Beispiel hierfür ist die Lüneburger Heide in Norddeutschland oder im Norden von Berlin an der Ostseeküste erstreckten Kiefernwälder. In Kieferwäldern wachsen auch immer Birken, unter denen wiederum der Birkenröhrling bevorzugt wächst.

© hapa7 - Fotolia.com Alexey Aleshkin - Fotolia.com

 

Standort: Fichtenwald
Der Boden in Fichtenwäldern ist überseht von Nadelstreu. Diese Form des Waldes ist dicht bewachsen. Es fällt kaum Licht auf den Boden. Nur im Herbst findet man hier Pilze. Ist eine Schonung sehr jung, so findet man dort erstaunlicherweise sehr viele Pilze. Hier können beispielsweise Steinpilze, Perlpilz, Pfifferling, Falscher Pfifferling und viele andere Arten gefunden werden.

© Claudia Rietsch - Fotolia.com Claudia Rietsch - Fotolia.com 

Standort: Lärchenwald
Lärchen findet man inzwischen wieder in vielen Wäldern. Der Goldröhrling und Hohlfußröhrling sind die beiden besonders interessanten Pilze, die sich hier finden lassen. Die übrigen Pilze sind ähnliche wie in Fichtenforst.

© Uwe Wittbrock - Fotolia.com Uwe Wittbrock - Fotolia.com  

 

Standort: Buchenwald
Die Buche ist der meist vertretende Laubbaum Deutschlands. Besonders in Norddeutschland sowie in Küstennähe viel zu finden. Die Buche wächst auf saurem Boden ebenso gut wie auf kalkhaltigem Boden. Pilze findet man in Buchenwäldern unzählige Sorten. Besonders auf kalkhaltigem Boden werden ganz besondere Exemplare gefunden.

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Standort: Auwälder
Auwälder finden sich entlang Fluss- und Bachläufen. Es ist ein Laubmischwald. Eschen, Ulmen, Eichen, Pappeln, Erlen, Kirschen und Weiden bilden den Baumbestand. Dichte Brennesselfelder bewuchern den Wald. Hier sind viele Pilzarten zu finden. Besondere Bedeutung haben hier die Morcheln.

 

Standort: Wiesen und Weiden
Hier wachsen besonders Champignon Arten. Aber auch besondere Vorsicht ist hier geboten, denn der Wiesenchampignon hat einige gifte Ebenbilder!

© Vaclav Janousek - Fotolia.com Vaclav Janousek - Fotolia.com
 

Standort: Industrie- und Wohngebiete
Auch hier können diverse Pilzarten gedeihen. Je nach Beschaffung des Gartens. Vergleiche hierzu vorherige Standorte und Pilze.  

Weiter gehts mit der Bestimmungsfaktor: Die Jahreszeit.

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