Rauschmittel Fliegenpilz

Pilzewanderer 6. Juni 2010 - 18:04

Der Fliegenpilz (Amanita Muscaria) ist der bekannteste Waldpilz hier zu Lande. Der Pilz gilt auch als psychoaktiver Pilz, da er Muscimol, Muscazon und Ibotensäure enthält.
Die Wirkung der Stoffe hält ca. 5 bis 6 Stunden an und beginnt nach ca. 1bis 1 1/2 Stunden nach seiner Aufnahme. Eine Überdosierung oder unerwartete Reaktion des Körpers kann im Delirium enden. Muskellähmungen, starke Unsicherheit in der Motorik sind Begleiter.
Da der Wirkstoffgehalt, wie bei allen Pilzen, nicht genau bestimmt werden kann ist die Einnahme bzw. Überdosierung nicht zu kontrollieren! Die tödliche Dosis liegt bei ca. 100 g Frischpilz. Seit Jahrtausenden sammeln Schamanen einiger sibirischer Völker den Fliegenpilz wegen seiner halluzinogenen und ekstaseähnlichen Wirkung.

Chemische Reaktion des Fliegenpilzes

Ein frischer Fliegenpilz beinhaltet ca. 1 % Ibotensäure (Aminosäure) die für die insektizide Wirkung verantwortlich ist. Ibotensäure wandelt sich nach der Abspaltung von CO2 (Kohlendioxid) meist in Muscimol um. Muscimol führt zu Halluzinationen.

Pilz (deutsche Bezeichnung): 
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